SMOVEY DURCH DIE PARKINSON-Krankheit ENTDECKEN
Die Zahl der Menschen mit Parkinson nimmt stetig zu. Neben Medikamenten und anderen Behandlungen spielt Bewegung eine entscheidende Rolle für den Erhalt der motorischen Fähigkeiten.
Zahlreiche Studien belegen, dass Vibrationstraining positive Auswirkungen auf Stabilität, Gangbild, Gleichgewicht, Haltungskontrolle und Propriozeption hat. Diese Bereiche sind bei Morbus Parkinson häufig in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt, abhängig von Art und Schwere der Symptome.
Regelmäßiges Training mit smovey kann dazu beitragen, die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson zu erhalten und nachhaltig zu verbessern. Funktionelle Bewegungsmuster fördern Koordination und Gleichgewicht, Muskelaufbau und Beweglichkeit. Zusätzlich stimulieren die Vibrationen das Nervensystem und führen so zu den genannten positiven Effekten.
Der Erfinder der vibrierenden grünen Ringe, Johann „Salzhans“ Salzwimmer, litt selbst vor über 24 Jahren an Parkinson und entwickelte die „Smoveys“ ursprünglich für seine eigene Therapie. Heute helfen sie Tausenden von Menschen weltweit – und zaubern ihnen ganz nebenbei ein Lächeln ins Gesicht!
ABOUT Johann “Salzhans” Salzwimmer
Der Erfinder von smovey und des Vibroswing-Systems ist
Johann “Salzhans” Salzwimmer.
Voller Energie und Lebensfreude erhielt er Ende der 1990er-Jahre die Diagnose Parkinson. Er akzeptierte die Diagnose, doch da er in der Region Steyr/Ennstal als herausragender Tennisspieler und Skifahrer bekannt war, begann er rasch, eine Methode zur Stabilisierung seines Zustands zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Forschung war das Vibroswing-System und die Bewegung und der Lebensstil, die unter dem Namen „smovey“ bekannt sind.
Ein gesundes Leben nach dem Vorbild der Natur: Über die Jahre ist es ihm gelungen, seine Lebensqualität zu maximieren und gleichzeitig seinen Medikamentenbedarf zu minimieren. Er bleibt seinem Motto treu: „Die Kraft fließender Bewegung – und die Stärke natürlicher Ruhe.“
Neben der richtigen Medikation gilt Bewegung als wesentlicher Bestandteil der Therapie von Parkinson-Patienten. Johann Salzwimmer hat aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit dieser neurodegenerativen Erkrankung ein Bewegungsgerät entwickelt, das ihm nicht nur hilft, seine Lebensqualität zu verbessern, sondern auch zahlreichen anderen Menschen mit gesundheitlichen Problemen zugutekommt. Doch gehen wir zurück zum Anfang und zum Erfinder dieses Geräts und Vorbild für viele: Johann „Salzhans“ Salzwimmer aus Großraming in Oberösterreich ist ein Hoffnungsträger und Vorbild für viele Parkinson-Patienten. Als erfolgreicher Gastwirt, Tennis- und Skilehrer war er fest im Leben verankert, als bei ihm 1996 Parkinson diagnostiziert wurde.


DIE SCHWUNGE DES LEBENS
Er experimentierte mit Tennisschlägern und ging damit spazieren, doch es fehlte ihm an Schwung. Daraufhin befestigte er einen Gartenschlauch mit frei rollenden Bällen an der Krümmung des Tennisschlägers, um den Schwung und damit die Wirkung zu erhöhen. Doch er war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Nach einer intensiven Phase des Ausprobierens fiel ihm beim örtlichen Klempner ein geriffelter Pumpensaugschlauch ins Auge. Er nahm ihn mit nach Hause, füllte ihn mit Bällen und befestigte einen provisorischen Griff: Der erste Schaukelring war geboren. Heute werden die bekannten Schaukelringe namens Smovey von Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt in Weyer handgefertigt und helfen Menschen weltweit. Die Ringe werden in Gesundheits- und Therapieeinrichtungen eingesetzt, sind aber ebenso beliebt für SmoveyWalking- und Fitnessprogramme.



und...movey
wurde geboren
Einerseits erzeugen Schwingringe Schwung, andererseits Vibrationen. Die vier frei beweglichen Stahlkugeln im Inneren des gewellten Rohrs erzeugen eine Vibration, die sich sehr wohltuend auf den Menschen auswirkt. Diese Vibrationen erreichen und aktivieren die tiefer liegende Muskulatur und das Nervensystem. Die Reflexzonen der Hände leiten diese feinen, stimulierenden und aktivierenden Vibrationen an den gesamten Organismus weiter. Salzhans nutzte genau diesen Effekt und schwang seine Ringe mehrmals täglich für mehrere Minuten.
Das Ergebnis: Er konnte sich freier bewegen, litt kaum noch unter Erstarrungsreaktionen und konnte größere Aufwärts- und Seitwärtsbewegungen ausführen. Auch sein Gang verbesserte sich; das Schwingen der Arme half ihm beim Anheben der Füße. Johann Salzwimmer starb völlig unerwartet im Februar 2022 im Alter von 76 Jahren. Bis zuletzt war er voller Mut und Zuversicht und schwang seine geliebten Smoveys bis kurz vor seinem Tod. Seine Erfindung und vor allem die Menschen, die er dadurch kennenlernte und die ihn und sein Lebenswerk schätzten, waren sein Lebenselixier und gaben ihm bis zum Schluss Motivation und Antrieb.
Parkinson-Krankheit und Bewegung mit Smovey

Einer Studie zufolge gehört Parkinson zu den am schnellsten zunehmenden neurodegenerativen Erkrankungen. Im Jahr 1990 waren etwa 2,5 Millionen Menschen betroffen, im Jahr 2016 stieg diese Zahl weltweit auf 6,1 Millionen (Springer Medizin Info Neurologie, 2019).
Die Ursachen der Parkinson-Krankheit sind weitgehend ungeklärt; Alterungsprozesse, genetische Faktoren und oxidativer Stress gelten als Risikofaktoren (Gerlach et al., 2007). Es wurde festgestellt, dass die dopaminproduzierenden Nervenzellen allmählich degenerieren, wodurch ein Ungleichgewicht zwischen den Neurotransmittern entsteht und die bekannten Bewegungsstörungen verursacht werden (Ludwig et al., 2007).
Häufige Symptome sind motorische Veränderungen wie verlangsamte Bewegungen, Tremor (Zittern), Muskelsteifheit sowie Freezing (Bewegungsunfähigkeit), Sturzneigung usw. (Przuntek et al., 2002). Darüber hinaus können verschiedene Probleme wie Gleichgewichtsstörungen, Schluckbeschwerden, Inkontinenz und Blasenschwäche, Verdauungsprobleme und Gedächtnisstörungen auftreten.
Dies ist oft der Beginn einer Abwärtsspirale, die aufgrund zunehmender Unsicherheit, sozialen Rückzugs, Selbstzweifel, Scham usw. zu ernsthaften psychischen Problemen und sogar Depressionen führen kann (Ludwig et al, 2007).
Bewegung und Vibrationen für Parkinson-Patienten
Die Grenzen der traditionellen Parkinson-Therapie
Herkömmliche medikamentöse Therapien und die tiefe Hirnstimulation erzielen oft keine langfristigen Verbesserungen der Kernsymptome von Parkinson wie Gehen, Gleichgewicht, Sprechen und Kognition. Alternative Übungen wie Tai Chi und Krafttraining zeigen zwar vielversprechende Ergebnisse (Baumann et al., 2018), doch das smovey-Training bietet einzigartige, messbare und kurzfristige Verbesserungen der Körperhaltung, Stabilität und des Gangbildes.
Warum smovey funktioniert: Multisensorische Stimulation
Im Gegensatz zu statischen, motorisch erzeugten externen Vibrationen basiert Smovey auf aktiver Schwingbewegung. Dadurch entsteht ein dynamisches Frequenzspektrum (0 bis ca. 460 Hz), das das Nervensystem permanent fordert und aktiviert.
Die Smovey-Therapie stimuliert Gehirn und Körper durch vier primäre Mechanismen:
- Motorische und kognitive Aktivierung: Aktive Bewegung stimuliert den präfrontalen Kortex (exekutive Funktionen). Die Zentrifugalkraft fördert große, expansive Bewegungen, die wesentlich sind, um den für Parkinson typischen kleinen, langsamen Bewegungen entgegenzuwirken (Grust, 2015).
- Auditive Hinweise: Die im Inneren rollenden Kugeln erzeugen rhythmische akustische Reize, die die Gangqualität direkt verbessern, ähnlich wie bei der Metronomtherapie (Enzensberger et al., 1997).
- Visuelle und haptische Orientierung: Durch das Schwingen der farbigen Ringe werden visuelle räumliche Bezugspunkte geschaffen, während physikalische Vibrationen haptische Daten an den sensorischen Kortex senden und so die Informationsverarbeitung verbessern (Ginis et al., 2013).
- Psychosoziale Vorteile: Das Training in der Gruppe steigert Motivation, Ausdauer und Selbstwertgefühl – entscheidende Faktoren für die Erhaltung der psychischen Gesundheit und der langfristigen Lebensqualität von Parkinson-Patienten.


